Du hast deine Tomaten liebevoll vorgezogen und willst sie endlich ins Beet setzen? Genau hier kommen die Eisheiligen ins Spiel – ein Zeitpunkt, der jedes Jahr darüber entscheidet, ob deine Pflanzen wachsen oder erfrieren.
Was sind die Eisheiligen?
Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius und Sophie – so heißen die Schreckgespenster der Hobbygärtner, die Eisheiligen. Die Eisheiligen markieren den Zeitraum, in dem noch Nachtfrost auftreten kann und gefährden empfindliche Gemüsejungpflanzen im Freiland.
„Lieber eine Woche länger warten als eine ganze Anzucht verlieren.“
Natalie Kirchbaumer, Mitgründerung meine ernte
Warum sind die Eisheiligen für deinen Garten so wichtig?
Zwischen dem 11. und 15. Mai können die Temperaturen nachts noch einmal in Richtung Null gehen. Für frostempfindliche Pflanzen wie Tomaten, Zucchini, Kürbis oder Paprika ist dies kritisch und kann das Aus bedeuten.
Welche Pflanzen dürfen schon raus – und welche nicht?
Die Faustregel ist einfach:
- Alles, was aus wärmeren Regionen stammt und keinen Frost verträgt, bleibt bis nach den Eisheiligen drinnen oder unter Schutz.
- Robustes Gemüse wie Radieschen, Spinat, Mangold oder Möhren kannst du dagegen schon jetzt direkt draußen säen.

GUT ZU WISSEN
Die Eisheiligen gelten für ganz Deutschland, aber je nach Region kann der letzte Frost auch früher oder später kommen. In Höhenlagen und Norddeutschland lieber noch ein paar Tage extra einplanen.
So schützt du deine Pflanzen vor Spätfrost
Tipp: Verwende ein Kulturschutznetz, damit kannst du deine Kulturen schützen, da sich unterm Netz ein Mikroklima bildet, so dass es ein paar Grad wärmer ist.

Hier findest du weitere Tipps und Infos rund ums Gartenjahr:
https://www.meine-ernte.de/selbstversorgung/gartenkalender-wetter
Fragen rund um die Eisheiligen
Was bedeutet „Eisheilige“ genau?
Die Eisheiligen bezeichnen eine Wetterphase im Mai, in der es noch einmal zu Nachtfrost kommen kann.
Wann sind die Eisheiligen 2026?
Jedes Jahr vom 11. bis 15. Mai – die Daten sind kalendergebunden.
Wie erkenne ich frostempfindliche Pflanzen?
Alles, was ursprünglich aus warmen Regionen stammt, ist meist empfindlich – z. B. Tomaten oder Paprika.