Bleib auf dem Laufenden 👉

Geflügel in der Gastronomie

Warum Köche auf deutsches Geflügel setzen
Geflügel wird immer beliebter In Deutschland essen Menschen heute deutlich mehr Geflügel als noch vor 20 Jahren. Besonders Hähnchen steht bei vielen regelmäßig auf dem Speiseplan.
Herkunft spielt eine größere Rolle Viele Gäste möchten wissen, wo ihr Fleisch herkommt. Deshalb achten auch Restaurants stärker auf regionale Herkunft und transparente Produktion.
Qualität hat ihren Preis Gutes Geflügelfleisch braucht gute Haltung, gutes Futter und Zeit. Das spiegelt sich im Preis – und im Geschmack.

Der Berliner Küchenchef Philipp Bergk weiß genau, warum deutsches Geflügelfleisch immer beliebter wird…

Vom zarten Carpaccio bis zum asiatischen Hähnchencurry oder knackigen Caesar‘s Salad, der Appetit auf Geflügelfleisch wächst in Deutschland stetig. Pro Kopf verzehrten die Menschen 2024 nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hierzulande 13,6 Kilogramm Geflügelfleisch, darunter 10,2 Kilogramm Hähnchenfleisch.

„Das deutsche Geflügel zeichnet sich dadurch aus, dass es qualitativ sehr gut ist und unglaublich gut schmeckt.“

Philipp Bergk, Beast Berlin

Damit wird in Deutschland mehr Geflügel als Rindfleisch gegessen. Vor allem bei jungen Menschen zwischen 16 und 31 Jahren gehört Geflügel zum beliebtesten Fleisch. Insgesamt ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch in Deutschland seit 2000 laut Deutscher Geflügelwirtschaft um mehr als 30 Prozent gestiegen und steigt weiterhin.

Die Gründe, warum das deutsche Hähnchenfleisch in der nationalen und internationalen Gastronomie so besonders beliebt ist, beschreibt Philipp Bergk, Executive Chef im Restaurant BEAST BERLIN. „Das deutsche Geflügel zeichnet sich dadurch aus, dass es qualitativ sehr gut ist und unglaublich gut schmeckt. Hinsichtlich der Art der Haltung und in punkto Nachhaltigkeit kann man es mit gutem Gewissen essen“, sagt der Küchenchef, dem es besonders wichtig ist, die heimische Herkunft des Geflügels auf seiner Speisekarte zu vermerken.

Denn er weiß, dass sich heutzutage immer mehr Restaurantbesucher mit den Fragen beschäftigen, woher das Fleisch stammt, das sie bestellen. „Deutschland steht für sauberes Trinkwasser, für gute Böden, für gutes Futter und für eine gute Haltung“, zählt der gebürtige Münchner die Argumente für Geflügelfleisch aus Deutschland auf. Auch das neue Bewusstsein der Gäste würde diese dazu animieren, mehr Geld für gute Qualität und Haltung zu zahlen. „Früher musste Geflügelfleisch billiger sein als Rind“, erzählt er. Das habe sich mittlerweile geändert.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen
FoodWeek Berlin: Warum Gastronomen auf deutsches Geflügel setzen und woran Profis frisches und hochwertiges Geflügelfleisch erkennen.

Das Preisthema beschäftigt Philipp Bergk intensiv. „Es gibt im Supermarkt Geflügelfleisch zu kaufen, bei dem die Tiere in deutschen Ställen und nach deutschen Standards gehalten wurden. Und dann gibt es günstigere Hähnchen zum Beispiel aus Polen, Brasilien oder Thailand. Wie die gehalten wurden, wissen wir nicht. Damit will ich sagen: Es muss auch in der Gastronomie ein Umdenken stattfinden. Fleisch kann nicht zugleich billig, qualitativ hochwertig, nachhaltig und unter tierfreundlichen Aspekten produziert werden. Irgendetwas bleibt bei günstigsten Fleischprodukten auf der Strecke, sei es die Qualität, die Nachhaltigkeit oder die Haltungsbedingungen.“

Gute Qualität, guter Geschmack

Daher achtet Philipp Bergk beim Einkauf sehr darauf, deutsche Ware zu kaufen. Ihm ist wichtig, wo die Tiere gelebt haben, wo sie geschlachtet wurden, wie sie verpackt und wie frisch sie sind. „Das Geflügelfleisch muss einen angenehmen Geruch verströmen“, sagt er. Der Frische-Test: Streicht man über das Fleisch, darf kein komischer Geruch an den Fingern haften bleiben, sondern ein neutraler. „Auch sei Geflügel mit einer besseren Herkunft fester von der Struktur her. „Diesen Unterschied merken die Gäste sofort“, beschreibt der Wahlberliner. Eine gute Haltung und eine gute Qualität zeichnen sich auch in einer längeren Haltbarkeit aus.

Geschmacksexplosion für den Gaumen

Was den Küchenchef an Geflügelfleisch besonders fasziniert? „Es ist sehr gesund, verfügt über einen hohen Eiweißgehalt bei einem niedrigen Fettanteil und vor allem ist es wahnsinnig vielseitig in der Zubereitung.“ Ein Beispiel: „Ich kann Geflügel neutral halten mit Salz und Pfeffer und es im Ofen zubereiten. Aber ich kann das Hähnchen auch über Nacht einlegen in meiner roten Curry Marinade. Dann schmeckt es total anders. In beiden Fällen sehr lecker.“

Weitere Beiträge

Das könnte dich auch interessieren

Warum Köche auf deutsches Geflügel setzen
Tierwohlprogramm: Junglandwirt zeigt Respekt für seine Schweine
Mehr Nachhaltigkeit muss für die Landwirtschaft zur Chance werden
Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Landwirtschaft zwischen Lob und Vorurteil
Mehr Tierwohl, weniger Emissionen: So funktioniert der Offenstall
Friedrich Dieckmann: Was Landwirtschaft wirklich bedeutet
„Wir können Einfluss darauf nehmen, wie wir in Deutschland Lebensmittel produzieren
Wie KI und 3D-Modelle den Acker smarter machen
Prädikat "Meisterhaft" – Ein Besuch bei Metzger Lars Bode
Ein Trecker kennzeichnet Lebensmittel Made in Germany
Wie Innovationen Tierwohl & Kundenerwartungen erfüllen
Strohstall mit Energiekonzept : Mehr Tierwohl im Fokus
rinderzucht-herdenmanagement-anna-lena
Was Tinder mit Rinderzucht gemeinsam hat
Mit Akupunktur und künstlicher Intelligenz zu mehr Tierwohl
Wie der Hemme Hof Tierwohl und Milchverarbeitung vereint
GemüseAckerdemie - Ackern macht Schule
Mit einer Idee zu einem der größten dezentralen Energieversorger Deutschlands
Trüffel aus Brandenburg ? Warum die Lausitz ideales Terrain bietet
Wie aus regionalen Sojabohnen dein Tofu entsteht
Landwirte sind technologische Vorreiter
Kartoffeln, Kompost und Kreisläufe: Wie Landwirt:innen den Boden gesund halten
Mit Experimentierfreude und regenerativen Maßnahmen zu einem besseren Boden
So gelingt der Einstieg ins Imkern - und warum es sich lohnt
MoorPower - Sonnenstrom und Moor
Vom Feld zur Spielfläche - So entsteht Rollrasen
Wie Familie Fuchs ihre Böden gesund hält
Mehr Textur in Veggie-Produkten - ohne Fleisch, mit Biss
Auf Claudia Königsmann Mitmach-Hof können Klein und Groß anpacken
SAM-DIMENSION entwickelt KI-System gegen Unkraut
Wie die Rehkitzrettung in der Praxis abläuft
Wie Landwirt:innen Natur schützen und Artenvielfalt fördern
Urban Farming mit Ackerpause
Gemeinschaftsgarten in der Allee der Kosmonauten
Von Rudi Radieschen bis Tini Tomate - Kinder entdecken Vielfalt im Gemüsebeet
Annabelle Mandeng tauscht Abendrobe gegen Gummistiefel
Was Landwirt:innen durch FINKA über Artenvielfalt lernen
wellbee blühpatenschaften fördern artenvielfalt
Mit Blühpatenschaften Lebensräume für mehr Artenvielfalt schaffen
Anwalt trifft Acker - raus aus der Kanzlei, rein ins Landleben
Artenvielfalt fördern: So einfach geht´s auf dem Balkon und im Garten
huelsenfrüchte richtig zubereiten
Küchengeheimnisse Bohnen, Erbsen und Co. richtig zubereiten
Gesunde Ernährung ohne Verbote - Tipps von Natalie Grahl
Mehr Umweltschutz mit KI auf dem Acker
Hofgut Dettenberg: Von Direktsaat bis Agri-Photovoltaik
regenerative-landwirtschaft-vorpommern
Junglandwirt geht neue Wege auf dem Siebenseenhof
Keynote Sascha Lobo - Wie Künstliche Intelligenz die Landwirtschaft verändert
Genbank Gartersleben
Gendatenbank Gatersleben - Die Hüter unseres Kulturerbes
Superfood Edamame – die Powerbohne frisch aus Westfalen
agri-photovoltaik-weidehaltung
Wo Rinder weiden und gleichzeitig Strom erzeugt wird
Edelpilze auf dem Grafthof
Vom Schweinestall zum Pilzparadies – wie Eckard Janssen auf den Pilz kam
Strohschweine - bessere Haltung, bessere Qualität
Schon mal Milch aus Erbsen probiert?
Mohn statt Mais – Niklas Klingebiel setzt auf ein Nischenprodukt
Melonenanbau in Deutschland
Der Melonenmann vom Bodensee
Beweidung mit Schafen: Pascal Schneider ist Schäfer mit Leib und Seele
Grüne Riesen: Wie der Craft Beer Hype einen bayrischen Hof veränderte
Pflanzen mit Superkräften – was wir von Kartoffel, Chili & Klee lernen
Das Wetter bestimmt den Wein - Besuch bei Winzerfamilie Sauerwein
Woher kommt mein Fleisch? DNA TraceBack gibt Auskunft
Sieben Reihen Gemüse fürs eigene Kita-Restaurant
Warum krumme Gurken oft nicht im Supermarkt landen