Bleib auf dem Laufenden 👉

Tierwohlstall Schweine

Tierwohlprogramm: Junglandwirt zeigt Respekt für seine Schweine
Stroh & Auslauf Alle 30 Minuten rieselt Stroh im Außenbereich – die Schweine wühlen, suhlen und sind beschäftigt.
Mehr Platz pro Tier Der Stall erfüllt Haltungsform-Stufe 3 und bietet insgesamt 1,5 m² pro Tier in Innen- und Außenbereich.
Planungssicherheit mit Partner Jan Ole Oestmann ist im Programm „K-Respekt fürs Tier“ und hat einen Fünf-Jahres-Vertrag mit Kaufland.

Mehr Platz in den Buchten, überdachter Auslauf, Beschäftigungsmaterial: Mit seinem neuen Stall erfüllt Jan Ole Oestmann die Tierwohlstandards der Haltungsform- Stufe 3 und ist Partner des Tierwohlprogramms “K-Respekt fürs Tier” von Kaufland

Jede halbe Stunde platzieren sich rund ein Dutzend Schweine unter den Dosierern der automatischen Einstreuanlage im Außenbereich des Maststalls. Die Tiere lieben es, sich hier mit dem Stroh berieseln zu lassen oder sich an frischer Luft zu suhlen. Das beruhigt und beschäftigt sie zugleich, weil sie ihrem Naturell entsprechend wühlen und sich wohlfühlen können.

„Je höher die Haltungsstufen der Tiere sind und damit verbunden auch die Kosten, desto schwieriger ist es, einen Partner zu finden, der einem die Tiere zuverlässig abnimmt“

Jan Ole Oestmann, Schweinehalter

Tierwohlstall seit 2022

Der 2022 errichtete Tierwohlstall von Jan Ole Oestmann entspricht mehr als den Standards der Haltungsform-Stufe 3. Das heißt insgesamt 1,5 m² Platz pro Tier in den Buchten des Innenbereichs, der mit Vollspaltenboden ausgestattet ist, sowie im Außenbereich, der mit Stroh eingestreut wird. Tränken und Breiautomaten in den Buchten versorgen die 1.500 Tiere rund um die Uhr mit Futter und frischem Wasser.

Mehr Platz, Stroh und Versorgung rund um die Uhr: Der Tierwohlstall von Schweinehalter Jan Ole Oestmann erfüllt mehr als Haltungsform-Stufe 3

„Die Schweine betätigen die Automaten selbstständig und vermischen das gentechnikfreie Trockenfutter mit Wasser“, erklärt der Schweinemäster aus Rethem. Rund 2,8 Kilo von diesem Brei frisst ein Schwein täglich, um ein Kilo zu wachsen. „Bei uns liegt die Tageszunahme bei rund 900 Gramm“, so Oestmann. Mit 28 Kilo kommen die in Schleswig-Holstein geborenen Ringelschwanzferkel auf seinen Hof. Nach rund 100 Tagen haben die Schweine 120 Kilo Gewicht erreicht und werden 90 Kilometer weit in einen Schlachthof transportiert. Weiterverarbeitet und in die Kaufland-Filialen verteilt werden die Fleischprodukte von verschiedenen Standorten der Kaufland Fleischwerke aus.

Je höher die Haltungsstufe, desto schwieriger die Partnersuche

„Je höher die Haltungsstufen der Tiere sind und damit verbunden auch die Kosten, desto schwieriger ist es, einen Partner zu finden, der einem die Tiere zuverlässig abnimmt“, weiß der junge Landwirt zu berichten. Das liegt unter anderem daran, dass die Mehrheit der Konsumentinnen und Konsumenten noch immer preiswert einkaufen möchten. Das bestätigt auch die PwC-Studie „Voice of the Consumer Survey 2025“. Zwar würde die Gesellschaft Tierwohl fordern, aber 61 Prozent der Befragten geben an, beim Lebensmitteleinkauf zunächst einmal auf den Preis zu achten.

Oestmann ist auf einem Familienhof aufgewachsen, auf dem sein Vater einen Mastschweinebetrieb der Haltungsstufe 2 führt und den Jan Ole später gemeinsam mit seinen zwei Brüdern übernehmen wird.

Zukunftssicher durch Tierwohlstall

Er hat sich auf seinem Hof bewusst für einen Tierwohlstall entschieden. „Mit dem Stall habe ich mich zukunftssicher aufgestellt. Die Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher gehen immer mehr in Richtung einer tierwohlgerechteren Haltung und eines Auslaufs für die Schweine“, prognostiziert der Landwirt.

Planungssicherheit im Tierwohlstall: Jan Ole Oestmann ist Partner im Kaufland-Programm „K-Respekt fürs Tier“ – mit Fünf-Jahres-Vertrag und festen Kriterien für Platz, Auslauf und Futter.

„Bei Kaufland nehme ich an dem Tierwohl-Programm ‚K-Respekt fürs Tier‘ teil. Ich habe für die Partnerschaft einen Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen und damit mittelfristig Planungssicherheit bekommen“, erzählt der Niedersachse weiter. Dafür muss er bestimmte Kriterien erfüllen: Die Tiere müssen in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet werden. Lange Transportwege sind ausgeschlossen. Der Stall muss den Tieren mindestens 47 Prozent mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben bieten, Beschäftigungsmaterial sowie einen Auslauf und gentechnikfreies Futter.

Die Zusammenarbeit mit Kaufland verläuft unkompliziert und verlässlich. Vier Wochen bevor die Tiere ihr Gewicht erreicht haben, meldet er die Anzahl der Tiere an, die dann pünktlich abgeholt werden. „Ich mache jeweils morgens und abends einen Kontrollgang durch die Buchten. Mir würde sofort auffallen, wenn es einem Tier nicht gut gehen würde,“ sagt Oestmann. „Aber unsere Schweine sind gesund. Das bestätigt ihre gute Leistung.“

Weitere Beiträge

Das könnte dich auch interessieren

Tierwohlprogramm: Junglandwirt zeigt Respekt für seine Schweine
Mehr Nachhaltigkeit muss für die Landwirtschaft zur Chance werden
Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Landwirtschaft zwischen Lob und Vorurteil
Mehr Tierwohl, weniger Emissionen: So funktioniert der Offenstall
Friedrich Dieckmann: Was Landwirtschaft wirklich bedeutet
„Wir können Einfluss darauf nehmen, wie wir in Deutschland Lebensmittel produzieren
Wie KI und 3D-Modelle den Acker smarter machen
Prädikat "Meisterhaft" – Ein Besuch bei Metzger Lars Bode
Ein Trecker kennzeichnet Lebensmittel Made in Germany
Wie Innovationen Tierwohl & Kundenerwartungen erfüllen
Strohstall mit Energiekonzept : Mehr Tierwohl im Fokus
rinderzucht-herdenmanagement-anna-lena
Was Tinder mit Rinderzucht gemeinsam hat
Mit Akupunktur und künstlicher Intelligenz zu mehr Tierwohl
Wie der Hemme Hof Tierwohl und Milchverarbeitung vereint
GemüseAckerdemie - Ackern macht Schule
Mit einer Idee zu einem der größten dezentralen Energieversorger Deutschlands
Trüffel aus Brandenburg ? Warum die Lausitz ideales Terrain bietet
Wie aus regionalen Sojabohnen dein Tofu entsteht
Landwirte sind technologische Vorreiter
Kartoffeln, Kompost und Kreisläufe: Wie Landwirt:innen den Boden gesund halten
Mit Experimentierfreude und regenerativen Maßnahmen zu einem besseren Boden
So gelingt der Einstieg ins Imkern - und warum es sich lohnt
MoorPower - Sonnenstrom und Moor
Vom Feld zur Spielfläche - So entsteht Rollrasen
Wie Familie Fuchs ihre Böden gesund hält
Mehr Textur in Veggie-Produkten - ohne Fleisch, mit Biss
Auf Claudia Königsmann Mitmach-Hof können Klein und Groß anpacken
SAM-DIMENSION entwickelt KI-System gegen Unkraut
Wie die Rehkitzrettung in der Praxis abläuft
Wie Landwirt:innen Natur schützen und Artenvielfalt fördern
Urban Farming mit Ackerpause
Gemeinschaftsgarten in der Allee der Kosmonauten
Von Rudi Radieschen bis Tini Tomate - Kinder entdecken Vielfalt im Gemüsebeet
Annabelle Mandeng tauscht Abendrobe gegen Gummistiefel
Was Landwirt:innen durch FINKA über Artenvielfalt lernen
wellbee blühpatenschaften fördern artenvielfalt
Mit Blühpatenschaften Lebensräume für mehr Artenvielfalt schaffen
Anwalt trifft Acker - raus aus der Kanzlei, rein ins Landleben
Artenvielfalt fördern: So einfach geht´s auf dem Balkon und im Garten
huelsenfrüchte richtig zubereiten
Küchengeheimnisse Bohnen, Erbsen und Co. richtig zubereiten
Gesunde Ernährung ohne Verbote - Tipps von Natalie Grahl
Mehr Umweltschutz mit KI auf dem Acker
Hofgut Dettenberg: Von Direktsaat bis Agri-Photovoltaik
regenerative-landwirtschaft-vorpommern
Junglandwirt geht neue Wege auf dem Siebenseenhof
Keynote Sascha Lobo - Wie Künstliche Intelligenz die Landwirtschaft verändert
Genbank Gartersleben
Gendatenbank Gatersleben - Die Hüter unseres Kulturerbes
Superfood Edamame – die Powerbohne frisch aus Westfalen
agri-photovoltaik-weidehaltung
Wo Rinder weiden und gleichzeitig Strom erzeugt wird
Edelpilze auf dem Grafthof
Vom Schweinestall zum Pilzparadies – wie Eckard Janssen auf den Pilz kam
Strohschweine - bessere Haltung, bessere Qualität
Schon mal Milch aus Erbsen probiert?
Mohn statt Mais – Niklas Klingebiel setzt auf ein Nischenprodukt
Melonenanbau in Deutschland
Der Melonenmann vom Bodensee
Beweidung mit Schafen: Pascal Schneider ist Schäfer mit Leib und Seele
Grüne Riesen: Wie der Craft Beer Hype einen bayrischen Hof veränderte
Pflanzen mit Superkräften – was wir von Kartoffel, Chili & Klee lernen
Das Wetter bestimmt den Wein - Besuch bei Winzerfamilie Sauerwein
Woher kommt mein Fleisch? DNA TraceBack gibt Auskunft
Sieben Reihen Gemüse fürs eigene Kita-Restaurant
Warum krumme Gurken oft nicht im Supermarkt landen