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Pflanzen richtig gießen

So sparst du Wasser und stärkst dein Gemüse
Pflanzen wachsen gesünder, wenn du sie seltener, dafür gründlich gießt. So bilden sie tiefere Wurzeln, kommen besser mit Trockenheit zurecht und benötigen langfristig weniger Wasser. Mit der richtigen Gießtechnik sparst du Wasser und stärkst gleichzeitig dein Gemüse.
Wie gießt du richtig? Gieße lieber seltener, dafür durchdringend. So gelangt das Wasser in tiefere Bodenschichten und die Wurzeln wachsen dorthin, wo der Boden länger feucht bleibt.
Wann ist die beste Zeit zum Gießen? Am frühen Morgen können Pflanzen Wasser besonders gut aufnehmen. Gleichzeitig verdunstet weniger Wasser als in der Mittagshitze.
Wie bleibt der Boden länger feucht? Eine Mulchschicht und regelmäßig gelockerte Erde helfen dabei, Feuchtigkeit im Boden zu halten. So musst du seltener zur Gießkanne greifen.

Warum weniger Gießen oft die bessere Wahl ist

An heißen Sommertagen möchtest du deinen Pflanzen etwas Gutes tun und greifst schnell zur Gießkanne. Doch häufiges, oberflächliches Gießen hat einen Nachteil: Die Wurzeln bleiben nah an der Oberfläche, wo der Boden besonders schnell austrocknet.

Pflanzen werden widerstandsfähiger, wenn sie seltener, aber gründlich gegossen werden. Das Wasser dringt dann in tiefere Bodenschichten vor und regt die Wurzeln an, selbst nach Wasser und Nährstoffen zu suchen.

Das Ergebnis: kräftigere Pflanzen, die Trockenphasen besser überstehen und weniger häufig gegossen werden müssen.

Lieber seltener, dafür gründlich gießen: So gelangt das Wasser in tiefere Bodenschichten und die Wurzeln wachsen dorthin, wo der Boden länger feucht bleibt. Bild: meine ernte

7 Tipps für cleveres Gießen

1. Gieße seltener, aber gründlich

Ein kräftiger Gießvorgang bringt das Wasser dorthin, wo es gebraucht wird. Salat kann bis zu 60 Zentimeter tief wurzeln, Kohl sogar bis zu 90 Zentimeter. Genau dort sollte das Wasser ankommen.

2. Gieße am frühen Morgen

In den kühlen Morgenstunden nehmen Pflanzen Wasser besonders gut auf. Gleichzeitig verdunstet weniger Feuchtigkeit. An sehr heißen Tagen mit Temperaturen über 28 Grad gießt du am besten zwischen 20 Uhr abends und 8 Uhr morgens.

3. Mach die Kratzprobe

Bevor du gießt, lohnt sich ein kurzer Blick in den Boden. Kratze die oberste Erdschicht leicht zur Seite. Ist die Erde darunter noch dunkel und feucht, brauchen deine Pflanzen meist kein zusätzliches Wasser.

4. Gieße direkt an der Wurzel

Gieße möglichst bodennah und direkt an die Pflanze. So verdunstet weniger Wasser. Außerdem bleiben die Blätter trocken, wodurch sich Pilzkrankheiten wie Kraut- und Braunfäule schlechter ausbreiten können.

5. Hacken spart Wasser

Regelmäßiges Lockern der Erde verbessert die Wasseraufnahme. Ein gut gelockerter Boden speichert Wasser besser und hilft den Pflanzen, länger davon zu profitieren.

6. Nutze einen Gießwall

Ein kleiner Erdwall rund um die Pflanze hält das Wasser genau dort, wo es gebraucht wird. So versickert weniger Wasser ungenutzt.

7. Mulchen statt mehr gießen

Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Pflanzenresten schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung. Dadurch verdunstet weniger Wasser und der Boden bleibt länger feucht.

Welches Gemüse braucht wie viel Wasser?

Nicht jedes Gemüse hat den gleichen Durst.

Durstige Gemüse

Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Paprika, Salat, Mangold und Melonen benötigen bei längerer Trockenheit etwa zwei Mal pro Woche rund zwei bis drei Liter Wasser pro Pflanze.

Genügsame Gemüse

Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren, Rote Bete, Pastinaken und viele Kohlarten kommen deutlich länger ohne Wasser aus. Tief wurzelnde Kohlpflanzen brauchen bei Trockenheit oft nur etwa alle zwei Wochen eine gründliche Wassergabe.

Gut zu wissen

Hängen die Blätter deiner Gemüsepflanzen mittags schlaff herunter? Das muss kein Zeichen für Wassermangel sein. Viele Pflanzen reduzieren bei großer Hitze bewusst ihre Verdunstung und lassen die Blätter hängen. Sehen sie am nächsten Morgen wieder frisch aus, sind sie meist ausreichend versorgt. Auch der Morgentau trägt zur Wasserversorgung bei. Pflanzen können einen Teil der Feuchtigkeit direkt über ihre Blätter aufnehmen.

Nach längeren Trockenphasen solltest du Tomaten lieber in mehreren kleinen Gießgängen wässern. So verringerst du das Risiko, dass die Früchte aufplatzen.

Das bedeutet das für dich

  • Du sparst Wasser und Zeit beim Gießen.
  • Deine Pflanzen werden widerstandsfähiger gegen heiße Sommertage.
  • Mit einfachen Tricks bleibt dein Gemüse auch bei Trockenheit länger gesund.

Weitere Infos: https://www.meine-ernte.de/selbstversorgung/pflege-ernte/bewaesserung/

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