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Chemischer Pflanzenschutz

Von Forum Moderne Landwirtschaft e.V.

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Weniger als gedacht – und nur einer von vielen Bausteinen im Pflanzenschutz

 

Der Einsatz von chemischen oder biologischen Pflanzenschutzmitteln sichert Erträge im modernen Ackerbau und trägt damit zur ausreichenden Bereitstellung qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel bei. Die Gesundheit für Mensch und Tier sowie die Verantwortung gegenüber der Umwelt, stehen für einen modernen Landwirt dabei immer an oberster Stelle.  Die moderne Landwirtschaft bekennt sich zum sogenannten „Integrierten Pflanzenschutz“. Dabei kommen neben Pflanzenschutzmitteln auch präventive ackerbauliche Verfahren und die Nutzung technischer Innovationen (GPS, Sensoren, Robotik) für den mechanischen Pflanzenschutz verstärkt zum Einsatz. Sowie die Nutzung neuer resistenter und toleranter Pflanzensorten.

Auch Verbraucher werden beim Thema „Pflanzenschutzmittel und Wirkstoffmenge“ hellhörig und wünschen sich, dass so wenig vom Wirkstoff auf die Ackerflächen wie möglich kommt. Was viele nicht wissen ist, dass die genutzten Mengen weit geringer sind als häufig angenommen. Denn generell gilt:

  • Immer so wenig wie möglich – oft genügen 1-2 Löffelchen auf einer Fläche von 1 Hektar, was ungefähr 1 ½ Fußballfeldern entspricht.
  • Landwirte setzen die Pflanzenschutzmittel exakt und abgestimmt auf die Ackerfläche und die Pflanzensorte ein.
  • Pflanzenschutz-Präparate werden immer wirksamer und Technologien immer innovativer, so verringert sich auch die Spritzmenge stetig.

Chemischer Pflanzenschutz ist nur 1 von 6 Säulen

6 Saeulen Pflanzenschutz Image

Chemische Verfahren zum Pflanzenschutz sind nur ein Baustein im Pflanzenschutz. Biologische, physikalische Verfahren sowie ackerbauliche Maßnahmen oder die Wahl einer weniger anfälligen Sorte gehören ebenso dazu. So bilden alle sechs Säulen einen ganzheitlichen Pflanzenschutz, der nicht immer automatisch auch mit chemischen Pflanzenschutzmitteln zu tun hat.

Es wird in Deutschland immer weniger Pflanzenschutzmittel verwendet
Ähnlich wie in der Humanmedizin kommen nur sorgfältig geprüfte Mittel zum Einsatz. Denn Pflanzen­schutzmittel gehören zu den am strengsten reglementierten Chemikalien in der EU. Sie müssen ein aufwendiges Zulassungsverfahren durchlaufen, bevor sie auf den Markt kommen. Strenge gesetzliche Vorgaben der EU und das deutsche Pflanzenschutzgesetz regeln Zulassung, Vertrieb und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Die Einhaltung dieser Regeln wird von Behörden auf verschiedenen Ebenen überwacht. Dabei steht der Schutz von Menschen, Tieren und der Umwelt immer an erster Stelle. Für die Anwendung auf dem Acker durch den Landwirt, ist ein professioneller Sachkundenachweis und die regelmäßige, unabhängig geprüfte Technik für die präzise Ausbringung auf dem Feld notwendig. Pflanzenschutzmittel wurden in den letzten Jahrzehnten immer weiter verbessert und wirksamer gemacht. Auch die Anwendungstechnik wurde verfeinert. All das hat bewirkt, dass man heute viel geringere Wirkstoffmengen benötigt – und dieser Prozess setzt sich weiter fort.

Übrigens: Im ökologischen Anbau ist die Verwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt, so dass nur eine kleine Palette von Wirkstoffen erlaubt ist. Aber völlig ohne Pflanzenschutzmittel (z. B. Kupfer- oder Schwefelverbindungen) kommt auch der ökologische Anbau nicht aus.

Tags: Pflanze

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