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Das große Grillen: Fleisch meats Fleischersatz

Geschrieben von Forum Moderne Landwirtschaft e.V. | 12.01.2022 09:00:00

Manche Menschen ernähren sich fleischlos und andere gönnen sich regelmäßig ein gutes Stück Fleisch. Essen ist nicht nur ein Grundbedürfnis. Essen ist Lifestyle.

Du bist, was du isst! - Diesem Slogan wird heute mehr Bedeutung beigemessen als früher - Denkt man! Tatsächlich definieren wir uns nämlich schon immer über die Art und Weise unserer Ernährung. Galt es früher als besonders wohlhabend, wenn man sich mehrmals wöchentlich Fleisch leisten konnte, so hat sich heute ein richtiger Kult beim Ernährungsbewusstsein entwickelt. Manche Menschen ernähren sich fleischlos und andere gönnen sich regelmäßig ein gutes Stück Fleisch. Essen ist nicht nur ein Grundbedürfnis. Essen ist Lifestyle. Aber wie entwickelt sich unser Fleischkonsum künftig weiter und welche Rolle wird einer pflanzenbetonteren Ernährung in der Zukunft zu teil? Das haben wir in dieser Folge des Webtalk-Formats „Stadt. Land. Wissen. - der Talk“ unter dem Titel "Das große Grillen: Fleisch meats Fleischersatz" am 19. August 21 mit folgenden Gästen diskutiert. Moderiert wurde der Talk wie immer von unserem Moderator Sven Oswald.

Friedrich Büse ist Metzgermeister und Gründer und Partner der endori food GmbH & Co. KG, die seit Ende 2016 vegetarische Hoch-Protein-Produkte, heißt Fleischersatzprodukte herstellt.

Marius von Bomhard hält Rinder und schlachtet und verarbeitet diese auf dem eigenen Betrieb. Das Fleisch vermarktet er selbst online wie offline an den Endverbraucher oder die Gastronomie. Darüber hinaus engagiert er sich als AgrarScout um Verbrauchern die Landwirtschaft etwas näher zu bringen.

Ann-Kathrin Käppeler hält Schweine und vermarktet diese ebenfalls regional. Das Futter für die Aufzucht stammt dabei zu 90 % vom eigenen Betrieb. Auch beim Tierwohl geht sie einen Schritt weiter, daher können ihre Schweine unter Haltungsstufe 2 vermarktet werden

Damit im Talk aber auch die Lebensrealität deutscher Verbraucher betrachtet haben wir uns zusätzlich Eric Hartmann ins Boot geholt. Er isst und grillt gerne Fleisch. Trotzdem stellt er sich wie viele Verbraucher immer wieder die Frage, ob sein Konsum nicht auch Schaden anrichten könnte.

Wie kann Fleisch als Nahrungsmittel bewusster wahrgenommen werden?

Im Kern wollten wir die Frage beantworten „Wie kann Fleisch als Nahrungsmittel bewusster wahrgenommen werden und wie kann dieser wertschätzende Genuss zu mehr Wertschöpfung bei den landwirtschaftlichen Erzeugern führen?“.

Am Ende kommt es dabei wie so oft auf den Mix an. Die Produkte der Firma endori sind sicherlich zukunftsweisend und helfen den ökologischen Fußabdruck der eigenen Ernährung zu senken ohne dabei auf den Geschmack von Fleisch verzichten zu müssen. Die Rohstoffe dafür kommen wie so oft aus der modernen Landwirtschaft. Für viele Menschen gehört dennoch auch mal ein Stück Fleisch auf den Herd oder Grill. Ann-Kathrin Käppeler und Marius von Bomhard sind sicherlich zwei gute Beispiele für eine moderne Fleischproduktion, die sich ums Tierwohl sorgt. Ihre Ansätze sind dabei aber unterschiedlich. Während Marius von Bomhard mit seiner extensiven Aufzucht einen Spezialitätenmarkt bedient managt Ann-Kathrin Käppeler einen größeren Schweinemastbetrieb auf dem sie sowohl das Tierwohl als auch die Regionalität ihrer Produktion im Auge behält. Dadurch ist für jedes Portmonee ein Stück Fleisch auf dem Teller.